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Brustkrebsfrüherkennung durch Mammographie
Mit Hilfe der Mammographie,
als derzeit einzig anerkannte Methode zur Brustkrebsfrüherkennung, können
Brustkrebs und seine Vorstufen erkannt werden, noch bevor sie sich klinisch
bemerkbar machen, z.B. als Knoten oder durch andere Zeichen, wie Einziehung
der Brustwarze oder auch Absonderungen aus der Brustwarze.
Man unterscheidet also die
Mammographie als diagnostische (kurative) Methode zur Abklärung unklarer Symptome bzw.
eines konkreten Verdachts auf Brustkrebs, von der
Mammographie als Methode zur Früherkennung von Brustkrebs bei symptomlosen
Frauen.
In einigen Ländern, z.B. den
Niederlanden, wird den Frauen ein systematisches Vorsorgeprogramm in Form des
Mammographie-Screenings bereits seit vielen Jahren angeboten. Es handelt sich
dabei um eine Reihenuntersuchung, zu der alle Frauen im Alter von 50 bis 69
Jahren, welche keine Vorerkrankungen der Brust und auch keine tastbaren
Veränderungen haben, schriftlich zur Mammographie eingeladen werden.
In Deutschland gibt es ein
Gesetz zur Einführung des Mammographie-Screenings seit 2003.
Bisher wurde in 3
Modellprojekten die Effektivität des Mammographie-Screenings überprüft. Derzeit erfolgt die wissenschaftliche Auswertung der
Ergebnisse.
Folgende Fragen werden dabei
berücksichtigt:
1. Kosten-Nutzen-Relation:
Stehen die Kosten, die ein flächendeckendes Screening verursacht in einem
vernünftigen Verhältnis zum Nutzen? Gibt es dadurch eine Kostenersparnis bei
der Behandlung von Brustkrebs ?
und
2. Ist der gesundheitliche
Nutzen eines Mammographie-Screenings größer, als das Risiko, durch eine
regelmäßige Anwendung von Röntgenstrahlen Brustkrebs zu bekommen?
Die bisherige Auswertung hat
ergeben, dass das Mammographie-Screening jetzt nach und nach in allen
Bundesländern eingeführt werden soll.
Wenn Brustkrebs rechtzeitig erkannt wird, kann der betroffenen Frau
die Brust in den meisten Fällen erhalten werden.
Ein weiterer wichtiger
Faktor ist dabei aber auch die
Überlebenschance: Krebs, der erst entdeckt wird, wenn er ungefähr 2 cm groß
ist (das ist etwa die Größe, wenn man den Knoten erstmals ertasten kann),
kann schon gestreut haben, so dass man im Laufe der Zeit mit Absiedelungen in
anderen Organen, meist in den Knochen, rechnen muss. Internationale Experten
halten deshalb regelmäßige Früherkennungsmammographien für Frauen ab einem
Lebensalter von 40 Jahren als Vorsorgemaßnahme für wichtig.
Damit Brustkrebs früh erkannt
werden kann, ist eine sehr hohe Qualität bei der Mammographie erforderlich,
sowohl technisch als auch personell. Danach sollten Sie immer fragen.
Natürlich kann man bei einer
Vorsorgemammographie auch verdächtige Veränderungen finden, die sich nach
einer Operation als gutartig erweisen. Die Operation ist aber in diesen
Fällen trotzdem erforderlich, um die Gutartigkeit des Befundes eindeutig
nachzuweisen.. Dieses Problem ist den Ärzten, welche die Mammographien lesen
bewusst. Sie trainieren das Lesen der Mammographie-Aufnahmen ständig, um die
Zahl der unnötigen Operationen so gering wie möglich zu halten.
Auch nach Einführung eines
Mammographie-Screenings in ihrer Region kann jede Frau, die jünger als 50
Jahre oder älter als 69 Jahre ist, selbstverständlich weiterhin wie bisher
Früherkennungs-Mammographien durchführen lassen. Der Leistungskatalog der
Krankenkassen sieht die Mammographie als Vorsorgemethode außerhalb eines
Screening-Programms jedoch nicht vor. Dennoch kann jede Frau selbst
entscheiden, ob sie bei sich eine Mammographie im Rahmen der Vorsorge
durchführen lassen will. Die Kosten dafür muss sie dann, wie bisher, selbst
tragen.
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