Röntgenuntersuchungen der Knochen

Hiermit hat alles einmal angefangen - das erste Röntgenbild machte Wilhelm Conrad Röntgen von der Hand seiner Frau .

Die Röntgenuntersuchung der Knochen wird fast immer in zwei Ebenen angefertigt, denn es ist möglich, daß ein Knochenbruch auf einem Bild nicht zu sehen ist, auf dem anderen aber sofort erkennbar wird. Auf diese Weise kann sich der Radiologe die Situation im Gehirn “dreidimensional” vorstellen.

Gelenkerkrankungen sind meistens Verschleißerkrankungen, die im Röntgenbild bereits im Frühstadium sichtbar werden - allerdings erst, wenn der Knochen mitreagiert. Ein reiner Knorpelveschleiß läßt sich nur mittels der Kernspintomographie oder einer Gelenkspiegelung nachweisen.

Es gibt aber auch Gelenkentzündungen; meistens als “Rheuma” bezeichnet. Oft verbirgt sich unter diesem Begriff eine Vielzahl von unterschiedlichen Erkrankungen. Es sind Erkrankungen, die den ganzen Körper betreffen, aber auch die Gelenke befallen, z.B. die primär chronische Polyarthritis, die Schuppenflechte (Psoriasis) oder auch die Gicht. Während das Röntgenbild die Gelenkveränderungen gut sichtbar macht, ist die entzündliche Aktivität der Erkrankungen besser mit der Knochenszintigraphie (siehe Nuklearmedizin) zu beurteilen.

Die Wirbelsäulenuntersuchung zeigt die Haltung der Wirbelsäule. Fehlhaltungen können zu besonderen einseitigen Verschleißerscheinungen führen, daher ist die Beurteilung der Haltung wichtig. Verschleißerscheinungen an den Bandscheiben äußern sich meistens erst im mittleren Lebensalter.
Die Bandscheiben sind im Röntgenbild nicht sichtbar, hierfür ist die Computertomographie (CT) oder die Kernspintomographie (MRT) geeignet, mit denen Bandscheibenvorfälle erkannt werden.